HI, ICH BIN NADJA POLZIN -
DEIN COACH FÜR LEBEN UND LIEBEN IN FREIHEIT, RESPEKT UND WERTSCHÄTZUNG

DAS IST MEINE GESCHICHTE MIT DER LIEBE & UNLÖSBAREN KONFLIKTEN

Eines Tages stand er vor mir. Einfach so. Ich weiß noch, wie er mich anschaute und es durch meinen Kopf schoss „Sch***, jetzt hast du ein Problem.“

Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade 2 Jahre verheiratet mit dem Mann, mit dem ich seit 15 Jahren zusammen lebte. Ich war nicht glücklich. Mir fehlte eine ganze Menge, weshalb ich mich ständig in im Grunde unerreichbare Männer verliebte. Mich aus meiner Ehe zu befreien schien für mich nahezu unmöglich.

Emotionale Erpressung und Manipulation war an der Tagesordnung. Wir lebten einen Machtkampf, der eigentlich von keinem von uns auszuhalten war. Ich ordnete mich unter und hatte ständig gesundheitliche Probleme. Allergien, Unverträglichkeiten, Neurodermitis, Depressionen und Sucht. Mein Körper rebellierte gegen das, wogegen ich mich nicht zu wehren wusste. Ich schwieg immer häufiger und flüchtete mich in die Arbeit als einzigen Ort, wo ich das tun konnte, was ich wollte.

Nun stand dieser Mann vor mir und mir war innerhalb von Stunden klar, dass es jetzt reicht. Noch einmal lasse ich diese Chance nicht verstreichen, die Liebe in meinem Leben zu erleben. Für neun Monate arbeitete ich an der Befreiung aus der Abhängigkeit von meinem Mann und nutzte jede Gelegenheit den neuen Mann zu treffen. Eine dieser Gelegenheiten war ein längerer Workshop. Wir trafen uns öfter und kamen uns näher.

Meine Entscheidung stand fest: Jetzt spring ich in mein Traumleben.  

Mein Mann zog auf meinen Wunsch hin innerhalb weniger Wochen aus meiner Wohnung aus, ich gestaltete die Wohnung endlich nach meinen Vorstellungen und fand mich im Paradies wieder. Für einige Monate erlebte ich den Himmel auf Erden. Ich hatte meinen Seelenpartner gefunden. Wir verschmolzen zu einer Einheit und konnten nicht voneinander lassen. Obwohl wir eine Fernbeziehung lebten, waren wir eigentlich immer zusammen. Die große Liebe. Das, wonach ich mich so sehr gesehnt hatte. Seelenverbindung, wir waren füreinander bestimmt. Endlich Zuhause angekommen. Das stand für mich fest. 

Wenn andere Menschen solche Geschichten lesen oder hören, dann glauben sie, dass das eigentlich gar nicht wahr sein kann. So eine Liebe gibt es nicht. Für mich war es so.

Irgendwann begann es schwieriger zu werden. Der Mann brauchte mehr Raum und in mir stieg die Angst, diese Liebe wieder zu verlieren, ins unermessliche. Ich wurde immer unsicherer, begann zu klammern und jedes Wort und jede Handlung von ihm triggerte mich in die absolute Panik.

Ich las so viel ich konnte und versuchte zu verstehen, was da passiert. Es fühlte sich an, wie ein Kampf ums Überleben. Ich verbrachte Tage in Schockstarre und war zu nichts mehr in der Lage. Ich verlor mein Interesse an der Arbeit und darüber auch meinen Teilzeit-Job, den ich zu dieser Zeit noch hatte. 

Jetzt gab es zumindest die Möglichkeit öfter bei ihm zu sein. Ich verbrachte längere Wochenenden in Berlin, aber das verbesserte nichts, sondern machte alles immer schwieriger. Die Konflikte wurden heftiger, meine körperlichen Reaktionen ebenso. Meine Freunde hörten mir zwar zu, aber ich ging mir selbst mit diesem Drama immer mehr auf die Nerven. So richtig verstanden fühlte ich mich von niemandem und ich sehnte mich immer mehr nach meinem alten Leben. Ich wollte nur noch Frieden, aber der schien so weit weg, wie nie zuvor.  

Die Parallelen zu meinem Elternhaus waren erschütternd und ich setzte alles daran das zu ändern, aber es half nichts. Meine emotionalen Reaktionen auf so ziemlich alles waren so stark, dass ein „sachliches“ Gespräch miteinander überhaupt nicht mehr möglich war. Ich explodierte bei jeder Gelegenheit und brach Sekunden später weinend zusammen, weil ich so nicht sein wollte und die Schuld- und Schamgefühle mich übermannten.

Einige Wochen später trennte er sich am Frühstückstisch von mir.

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht wie eine Löwin kämpfen würde und so versuchte ich über Mediation zumindest einen Zustand herzustellen, der es uns ermöglichen sollte miteinander zu sprechen. Auch das versagte gänzlich. Er brach den Kontakt ab, sperrte meine Telefonnummer und verschwand.

Für mich brach eine Welt zusammen. In einer Nacht- und Nebelaktion zog ich in seine Stadt, um in seiner Nähe zu sein und Zugriff auf Therapeuten zu haben, die mir durch meinen immensen Schmerz helfen konnten, den ich bis dahin nicht kannte.

Ich bin Ingenieurin und arbeitete systematisch alle Themen ab, die in mir hoch kamen. Wie auf einem Flow Chart: von Glaubenssatz zu Glaubenssatz, von Trauma zu Trauma. Ich begann die Dynamik und die Hintergründe dieser Liebe besser und besser zu verstehen und meine Emotionen in den Fokus zu rücken, um diesen Konflikt aus der Welt zu schaffen. 

Einige Wochen später trafen wir uns wieder und ich gab mein bestes, um diese Beziehung zu retten, aber es half nichts. Man kann einen Menschen nicht zu einer Beziehung zwingen. Was sollte das auch für eine Beziehung sein?

All meine Zukunftspläne und Visionen lösten sich in Nichts auf. 

Innerhalb weniger Monate fand ich mich in der Hölle meines Lebens wieder. Ich wusste nicht mehr wer ich war und es ging für mich mehr und mehr ums nackte Überleben - wirtschaftlich, aber auch emotional. Das mir ein derartiger Zusammenbruch einmal passieren könnte, war für mich unvorstellbar. Meine Gedanken kreisten nur noch um diesen Mann und ich verstand nichts mehr. Nicht, wer ich bin; nicht, wie Beziehung funktioniert und nicht, was mich in diese Situation gebracht hatte. 

Das einzige, was eines Tages vor meinem inneren Auge auftauchte, war ein Stück weißer Sandstrand und eine Palme. Ich verkaufte so viel ich konnte, packte meinen Rucksack und ging nach Asien, um wieder zu mir zu finden. Das war die weiteste Flucht vor einem unlösbaren Konflikt, die ich in meinem Leben angetreten habe, aber gleichzeitig der Beginn einer phantastischen Reise zu mir selbst. 

Mir war von Anfang an klar, dass ich alles integrieren muss, was dieser Mann für mich bedeutet hat. Wir waren so gegensätzlich, wie Menschen nur gegensätzlich sein können und die Dinge, die ich in ihm sah, brauchten einen Platz in mir.

Meine Reise führte nach Koh Phangan, einer kleinen Insel im Golf von Thailand. Ich wusste nichts über diesen Ort und wählte ihn, weil eine ehemalige Kollegin dort lebt. Zumindest wäre jemand da, den ich kenne. Das fühlte sich für mich sicher an. Es war meine erste Fernreise und ich hatte Angst, was mich erwarten würde.

Koh Phangan war das Beste, was mir passieren konnte. Die Insel wird auch die Insel der Liebe genannt. Für eine Zeit hatte ich den Eindruck, dass jeder, der dort lebt gerade eine Trennung hinter sich hat und herausfinden will, wie Beziehung in unserer heutigen Welt eigentlich funktioniert.

Wie können wir Liebe leben und gleichzeitig frei sein UND den anderen frei sein lassen? Wie können wir so miteinander umgehen, dass nährende und erfüllende Beziehungen möglich sind? Fragen über Fragen, für die ich nach und nach Antworten fand.

Ich bin ein unverbesserlicher Optimist. 

Für mich ist Freiheit die Lösung, damit wir aus freien Stücken und in Liebe zusammen sein können. Konflikte entstehen, wenn wir selbst nicht frei sind und unser Gegenüber zum Füllen von Lücken in unserer Identität brauchen.

Liebe und Freiheit. Diese beiden für mich existentiellen Werte zusammen zu bringen, ist der Gegenstand meiner Arbeit. Wir sind eine neue Generation, die Beziehung neu definieren darf und muss, damit wir glücklich sein können.

Unbedingte wirtschaftliche Abhängigkeiten gibt es nicht mehr. Wir brauchen eine andere Grundlage für die Liebe und Beziehungen, die Spaß machen und Halt bieten.  

Der Schlüssel liegt in uns selbst, in unseren Glaubenssätzen, Prägungen, familiären und gesellschaftlichen Traumata, in unseren Rollenbildern und Erwartungen an das Leben und die Aufgabe unserer Beziehung in unserem Leben.   

Eine Beziehung, die uns so sein lässt, wie wir sind: gesund, glücklich und lebendig, beginnt bei uns selbst.

Wenn wir ein Zuhause in uns selbst finden, unsere Bedürfnisse selbst erfüllen und eine starke Identität entwickeln, können wir uns in all unseren Beziehungen mit Liebe, Respekt und Wertschätzung begegnen.

Das gilt in der Paarbeziehung, der Familie und dem Beruf.  

Das mit dir zu erreichen ist meine Mission.


Meine formalen Ausbildungen

  • Seit 2015 zahlreiche Weiterbildungen und Seminare in den Bereichen Darmgesundheit, kognitive Störungen, Orthomolekularmedizin, Kommunikation, Neuro-linguistsiches Programmieren, Hypnose, Coaching, emotionale Intelligenz, Achtsamkeit und Intimität, Aufstellungsarbeit u.v.m.
  • Besuch der Deutschen Heilpraktiker Akademie, 2017/2018 (ohne Prüfung)
  • Ganzheitliche Ernährungsberaterin (Paracelsus), 2015
  • Master of Business Studies (Enterprise) by Institute of Technology Tralee, 2010
  • Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH), 2009